Wenn das Johnny wüste...
Rock ist nicht mehr das, was er mal war. Heutzutage nennt sich alles Rockband, was eine Gitarre halten und ein Schlagzeug richtig rum aufstellen kann. Oder eher lassen kann. Punk darf sich heute kaum noch was nennen und wenn dann auch nur solange, wie es kommerziell nicht erfolgreich ist, zumindest glauben das die ganz "harten". Als ob Punk etwas mit dem Einkommen zu tun hätte...
Die nächste Generation, bitte!
Da stehen sie also: die androgynen, aufgestylten, keine eigenen Text mehr schreibenden Kinder und verlangen Aufmerksamkeit und Respekt. Ich glaube nicht. Klar, sie mögen gut aussehen in ihren Stücken aus dem Esprit Online Shop. Doch aussehen ist gerade in diesem Genre bei weitem nicht alles. Selbstverständlich wird hier nicht behauptet, dass ein Genre besser sei als ein anderes, aber es ist unbestreitbar, dass man im Popgeschäft besser aussehen muss als auf der Bühne vom Wacken. Wer hätte Britney Spears 10 Jahre die Stange gehalten, wenn sie nicht aussehen würde wie das hübsche Mädchen von neben an, dass sich im Reizwäschekatalog die Finger wund bestellt hat? Mit einer Hakennase, einem riesigen Kinn und einem Silberblick hätte sie auch singen können wie ein Engel, es hätte ihr nichts geholfen.
Aussehen ist nicht alles
Die omnipräsenten Chucks werden ja auch gern mal als aussagekräftige Schuhe angepriesen. Früher mag das ja mal so gewesen sein, heute stehen ein paar davon aber auch im Schrank jeder modebewussten Barbie, denn leider ist ja Rock immer mal wieder Trend. Ich kann auch glücklich mit Sneaker durch die Gegend rennen und wissen, dass ich gern Gitarrenmusik höre ohne dafür die "notwendigen" Klamotten zu tragen. Musik ist kein Outfit, sondern Leben.