Selbstgemacht ist doch am besten
Am 25. Februar 2011 veröffentlichten Itchy Poopzkid ihr viertes Studioalbum unter ihrem eigens dafür gegründeten Label Findaway Records. Nachdem ihr vorheriges Indielabel von einem Riesen aufgekauft wurden fühlten sich die drei Jungs aus Eislingen an der Fils nicht mehr so gut betreut und entschlossen sich, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Und spätestens am 26. Februar sagten die Fans: "Gut so!".
Lights Out London - Spaß an
Das Album ist besser als seine Vorgänger, was eigentlich auch schon was heißen will, denn die waren schon ziemlich gut. Nachdem Why Still Bother, der erste Titel und ebenfalls die erste Single, ganz schön vorlegen, holen die folgenden Lieder ohne Problem auf und halten mit. Der Stil ist eine gute Mischung aus gewohnt frechen Poopzkidhumor, offenen Anklagen im Stil von Anti-Flag und mit grölbaren Refrains, wie sie sonst der gute Billie Joe schreibt. Es darf gepogt, getanzt und gepfiffen werden. Ja, gepfiffen, denn wie gewöhnlich haben die Poopzkids experimentiert und wieder mal Freunde und Rowdies eingeladen bei der Platte mitzumachen und als Chor Gesang und Gepfeife zu liefern. Für die emotionale Bindung ist also auch gesorgt. Und einem Wunsch der Fans sind sie auch gleich nachgekommen, indem sie den Liveknaller It's Tricky aufs Albums gepackt haben. Zwar ein Cover, aber trotzdem im ganz eigenen Kleid.
Humor muss man haben
Das die Jungs was ganz besonderes sind merkt man nicht nur daran, dass sie einen immer gern hinterfragten Namen haben, sondern auch an so intelligenten Songtiteln wie Kante (auf dem Album Time to Ignite) oder It's definitely gonna be great, hopefully. Und wer die Jungs besser kennen lernen möchte, schaut sich am besten auf deren YouTube-Kanal um, dort sind viele Videos von Touren und Studioaufnahmen. Absolut sehens- und hörenswert!