Patrick Stump kann es auch alleine
Der Yoko Ono Effekt hat nicht nur die Beatles kaputt gemacht, sondern sorgt auch noch heute dafür, dass sich gute Bands auflösen. Angeblich ja wegen persönlicher Indifferenzen oder einfach weil man sich "musikalisch weiter entwickeln möchte". Das so etwas meist dann passiert, wenn einer aus der Band eine Barbie heiratet ist doch schon ziemlich auffällig.
Tschüss Pete, Hallo Spotlight
So auch geschehen bei der Kultband Fall Out Boy. Nach nur sieben Jahren Bandgeschichte trennte sich Bassist Pete Wentz, damals noch "glücklich" verheiratet mit Ashlee Simpson, von Sänger Patrick Stump. Während das neue musikalische Projekt von Wentz, Black Carts, ziemlich enttäuschend elektronisch und poppig daher kommt, kann Truant Wave von Stump voll überzeugen. Das volle Album Soul Punk soll erst im Juli folgen, doch bereits jetzt heizen die Fans den Plattenbossen mächtig ein, um ein früheres Datum zu erreichen. Mit der ersten Single Spotlight (Oh Nostalgia) zeigt der ehemalige Sänger und Songwriter, wie viel vom Erfolg von Fall Out Boy auf seine Kappe ging. Nach dem man sich von Schock erholt hat, dass der eher mopplige nerdige Frontmann sich inzwischen zu einem schlanken unbebrilltem Jackettträger entwickelt hat, der keine Caps mehr trägt, kann man die Musik vollends genießen.
Irgendwie anders und doch bekannt
Etwas mehr Synth und weniger Punk bringen die Lieder, doch die Handschrift von Stump ist eindeutig zu erkennen. Die Texte sind etwas weniger sarkastisch, aber noch genauso ehrlich. Rein stimmlich zeigt der Michael Jackson Fan wieder, dass er einer der ganz Großen ist. Auch wenn man nicht mehr so genau nachvollziehen kann, woher er sein gewaltiges Stimmvolumen holt. Eins fällt im Video auch besonders auf, er sieht glücklicher aus. Patrick Stump genießt das Spotlight, dass er nun nicht mehr teilen muss.