Die perfekte Länge

Nein, hier geht es nicht um Haare, Hosen, Röcke oder Geschlechtsteile von männlichen Wesen (Gebt es zu, daran habt ihr doch gedacht, oder?). Diese Frage muss sich jeder Künstler bei der Zusammenstellung seines Albums stellen. Denn dieses sollte doch nicht voll geklatscht sein, aber auch nicht kurzatmig. Dann also die Mitte treffen.

Leichter gesagt als getan

Die meisten Musiker haben ungefähr 30 Songs für ein Album, doch meist landen nur 13 auf der Scheibe. Immer häufiger sogar weniger, so sind Panic! at the Disco mit 10 und die Foo Fighters mit 11 Titeln gerade die aktuellsten Beispiele. Doch ein Album, was nur wenig über eine halbe Stunde geht, ist dann doch etwas zu kurz. Auch wenn man inzwischen keine 10€ mehr für den Download bezahlt, oder 14€ für die CD, man möchte doch etwas mehr. Vor allem wenn man die unveröffentlichten Songs ein paar Jahre später durch Zufall zu hören bekommt und sie für gut genug für das Album befindet. Oder schlimmer noch, sogar feststellen muss, dass sie besser sind, als einige Stücke auf dem Album. Denn nur zu häufig kommt es vor, dass Bands, vor allem von großen Plattenfirmen gedrängt, ihr Album rausbringen, obwohl es noch nicht reif ist. Das bemerkt man aber beim Hören, neben den Ohrwürmern kommt dann plötzlich ein halbherziger Lückenfüller. So etwas kann ein ganzes Album kaputt machen.

Schlechtes Beispiel, bitte nicht nachahmen

So geschehen bei Linkin Park und ihrem dritten Album Minutes to Midnight. Given Up und Bleed it Out sind typische Herzblutlieder, doch dann folgt Shadow of the Day und mann möchte am liebsten die CD aus dem Player holen und sie mit einer Gabel schwer beschädigen. Aber Linkin Park sind eh nicht mehr das, was sie mal waren.