Die besten Garagebands der 70iger
Was ist Garage Rock?
Kaum einer kennt heute diese Stilrichtung, ihre Höhepunkte sind auch schon lange her. In den 70er Jahren beherrschte sie jeder und liebte sie auch. Garage Rock ist eine einfache Musikrichtung und besticht durch simple Klänge. Es werden meistens gleiche Akkorde wiederholt, die immer einem gleichen Ablauf folgen. Man könnte dies fast schon als langweilig bezeichnen, doch das sind die Lieder ganz und gar nicht. Die Töne werden von Gesang begleitet. Dabei treten mehrere Stimmen auf, die den Gitarren einen Wettstreit liefern. Harte Klänge sind ein Sinnbild für diesen Stil und zeichnen ihn auch aus. Besonders die Einfachheit der Klänge wird immer wieder charakterisiert. Es ist immer das Gleiche und alles folgt einem festen Ablauf. Doch das ermöglicht den Hörern, auf die Töne gut zu tanzen. Es lässt sich angenehm im Takt wippen und das berühmte Headbanging ist problemlos möglich.
Der Garage Rock gilt als Vorläufer des Indie-Rock und des Punkrock. Wobei diese Musikrichtungen deutlich komplexer sind und heute eine größere Anzahl an Fans haben. Keiner kennt jetzt noch Garage Rock. Alte aber dennoch schöne Kommoden passen in dieses Bild, das von umgebauten Garagen geprägt ist. Die Musikrichtung hat nicht umsonst diesen Namen, denn viele Bands sollen dort ihren Ursprung gehabt haben. Ob man dem Glauben schenken darf, bleibt jedem selbst überlassen.
Wie entstand dieser?
Die Menschen liebten damals Bands wie die Rolling Stones. Nun versuchten Jugendliche, ihren Idolen nachzueifern. Dazu benötigten sie Übungsräume, die sie für Proben nutzen konnten. Da sie über wenig Geld verfügten, boten sich Garagen dazu an. Sie waren geräumig und hatten genügend Fläche für alle Instrumente.TV Möbel, welche überaus praktisch sind, standen damals noch nicht im Weg, da sich kaum noch jemand einen Fernseher leisten konnte. So entstanden viele neue kleine Bands, die sich bis ganz nach oben arbeiten wollten. Das war leichter gesagt als getan, denn die Konkurrenz war groß. Wer sich einen begehrten Plattenvertrag ergattern wollte, musste in lokalen Ausscheidungen bestehen. Manche Bands bezahlten sogar selbst ihre erste Single, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Instrumente waren damals noch nicht so weit entwickelt und elektronische Klänge kamen gerade erst in Mode. Noch war natürliche Musik absolut angesagt und der Sound von Gitarren war das Highlight eines jeden Konzerts.
In solchen Zeiten spielten die Garagenbands wie ihre großen Vorbilder. Die Wenigsten schafften den Sprung bis ganz oben oben. Im Normalfall gab es einige One-Hit-Wonder, doch keine dieser Bands konnte sich dauerhaft etablieren oder Platinstatus erreichen.
Welche Bands gibt es?
Einige Bands erlangten in damaliger Zeit eine relativ hohe Berühmtheit. Ganze Tische, egal ob rund oder eckig, können voll mit ihren Platten beladen werden. Ihre zahlreichen Videos sind auf YouTube verfügbar. So unbekannt waren sie also nicht! Es gab drei verschiedene Generationen, die sich in der Wahl ihrer Gitarre und der Stilrichtung leicht unterschieden. Zur ersten Generation zählen The Sonics, The Kingsmen und The Standells. Auffällig ist die gleiche Bezeichnung "The" zu Beginn. Danach kamen The 13th Floor Elevators und The Seeds. Als Abschluss der dritten Generation können The Stooges und MC5 angesehen werden. Das sind die berühmtesten Bands in diesem Genre.
Im Endeffekt wurden sie ziemlich schnell vergessen, da sie sich nicht dauerhaft etablieren konnte. Der Stil konnte sich nicht durchsetzen und fand erst im Punkrock seine massentaugliche Erleuchtung. Doch in den 1980er Jahren fanden die Garage Bands wieder den Weg ins Licht der Öffentlichkeit. Bands wie The Fuzztones oder The Prisoners konnten sich mit einigen Songs etablieren und weckten das Interesse der Menschen. Allerdings war dies nicht dauerhaft geprägt und der Stil verschwand wieder schnell von der Bildfläche. Der wirklich letzte Revival fand in den 1990er Jahren statt. Sinnbild für diesen Aufschwung waren die Bands Mando Diao und The White Stripes.