Das Ausrufezeichen ist zurück!

Im Jahr 2008 veröffentlichte die Band Panic! at the Disco ihr zweites Album. Doch anstatt sich um die Songs und die Kehrtwende in der Musikrichtung zu kümmern, wurde nur über das Streichen des Ausrufezeichen aus dem Namen berichtet. Im Juli des folgenden Jahres gaben Songwriter Ryan Ross und Bassist Jon Walker ihren Austritt aus der Band bekannt. Nur wenige Tage später wurde bekannt, das die beiden Verbliebenen sich mit einem eigenem Album und dem Ausrufezeichen zurückmelden.

Zu den Wurzeln der Disco

Sänger Brandon Urie und Schlagzeuger Spencer Smith zeigen mit dem im März erschienen Vices & Virtues, dass Panic! wieder das ist, was es einmal war. Der Einfachheit halber in die Alternative Rock Schiene geschoben, bieten die Jungs wieder wesentlich mehr Vielfalt und musikalisches Können auf, als auf dem zweiten Album Pretty.Odd. Dies war zwar von den Kritikern als das nie veröffentlichte letzte Beatles-Album bezeichnet worden und gelobt, war für die Fans von A Fever You Can't Sweat Out eher eine Enttäuschung. Jetzt ist alles wie es sein soll. Auf dem Album melden sich die verschiedensten Instrumente zu Wort, Rhythmik wird durch Klatschen, Stampfen und Chorgesänge in die so leicht dahinfliegenden Songs gebracht. Mit einem frechen Grinsen im Gesicht und funkelnden Augen steigert sich Sänger Brandon zu ungeahnten Höhen seiner Stimme. Man hört wieder die Einflüsse des ersten Albums: Disco, Zirkus, Rock und Pop sowie Synth liefern sich Duelle, die ab und zu von zarten Spieluhrmelodien abgelöst werden.

Der kleine Unterschied

Dass Brandon dieses Mal hauptverantwortlich für die Lyrics war, hat ihn angespornt. Man findet den sentimentalen Gedankengang eines Frischverliebten genauso wieder, wie die Ironie des ersten Albums. Mit Ohrwürmern wie der ersten Single Mona Lisa, sowie Hurricane und Memories wird dieses Album eines festen Platz in der Playlist aller tanzbegeisterten Rockfans einnehmen.